Die Gesellschaft und der einzelne Mensch sind in fortwährendem Wandel. Gesellschahftliche Formen stehen heute vielfach im Widerspruch zu den Werten und Bedürfnissen der einzelnen Menschen. Wird dieser Wiederspruch zwischen Bedürfnis und Realität groß, treten Spannungen auf, die sich letztendlich in eruptiven Umwälzungen, wie die Französische Revolution, oder die Revolutionen im Anschluss an den 1. Weltkrieg ausleben.

Im 21. Jahrhundert ist die weltweite politische und wirtschaftliche Situation verwickelter und leidvoller denn je. Die meisten Menschen leiden unter Armut, Elend und Ausbeutung. Auch in den "reichen" Ländern sind Bildung, Wohlstand und Recht ungleichmäßig verteilt - wie stellt sich der moderne Begriff der "Menschenwürde" dazu? Diese Frage kann nur jeder einzelne Mensch für sich beantworten.

Das Institut für soziale Gestaltung möchte im Gedankenaustausch mit Menschen aller gesellschaftlichen Bereiche Ideen entwickelt und Erkenntisse gewinnen, um zu Handlungsansätzen für eine konkrete Umgestaltung der Gesellschaft zu kommen. Die Bedürfnisse, Ideale und Visionen des einzelnen Menschen in seinem gesellschaftlichen Umfeld zur Geltung zu bringen ist das Hauptanliegen dieser Initiative.

Es bietet ein Forum für Menschen, die in unterschiedlichen Formen und Ansätzen sich mit folgenden Themen beschäftigen:

  • Direkte Demokratie und andere Formen der zivilgesellschaftlichen Mitgestaltung - statt Scheindemokratie
  • Solidarische Wirtschafts- und Weltwirtschaftsformen (Gemeinwohl-Ökonomie)
  • Produktion und Komsum mit Verantwortung
  • Neue Formen des Geldes, neue Bedeutung des Geldes, neuer Umgang mit Geld
  • Grundrecht auf Nahrung, Wohnen, Infrastruktur und Bildung,
  • Freie (nicht-staatliche) Bildungseinrichtungen, freie nicht-wirtschaftsabhängige Wissenschaftseinrichtungen
  • Journalismus ohne (Selbst-)Zensur
  • Friedensarbeit

Das Institut für soziale Gestaltung wendet sich sowohl an Einzelpersonen, als auch an Institutionen (Produktionsbetriebe, Finanzdienstleister, Schulen und Bildungseinrichtungen, Wirtschafts- und Handelseinrichtungen, Kliniken, Vereine, Genossenschaften usw.), welche sich in Bezug auf die o. g. Themenbereichen informieren, austauschen, bilden und entwickeln wollen.

  Das miteinander und voneinander Lernen steht im Vordergrund. Es wird angestrebt durch vielseitige Arbeitsgruppen, Aktionsgruppen oder Einzelinitiativen mit Dozenten, Mediatoren, Berater, Coaches, Künstlern und Initiatoren jeglicher Art.  


Worin besteht - nach Jean Ziegler - der "Kanibalismus" unserer Gesellschaft?


Nachfolgend einige Themen, die als vordringlich angesehen werden können:

  • Armut – Reichtum
  • Verteilung von Lebensmittel (Hunger und Tod durch Verhungern), Wasser, Kleidung, med. Versorgung, Wohnraum, Land und Infrastruktur
  • aufgezwungene Gen-Technik,
  • „Geld und Macht - die Diktatur des Kapitals
  • "Recht" und Gewalt
  • Scheindemokratie und Direkte Demokratie
  • Wirtschaftswachstums-Dogma
  • Manipulation durch Medien und Medien-(Selbst-)Zensur
  • Bildungszugang, usw.

Die beiden populäre Begriff „Globalisierungskritk“ und "Kapitalismuskritik" können im Zusammenhang mit den o. g. Themen betrachtet werden. Sie zeigen eine neue Haltung und ein neues Verantwortungsbewusstsein, welches im Gegensatz steht, zu dem Bewusstsein, welches sich in der Besetzung, Kolonialisierung, Versklavung und Ausbeutung vieler Länder und Milliarden von Menschen gezeigt hat.

  Ausgangspunkt ist die Würde des Menschen, und das Gefühl jedes Einzelnen, sich mit den Mitmenschen verbunden zu fühlen, und jedem Mitmenschen die gleichen Möglichkeiten und Chancen - auf allen Ebenen - zu zugestehen, die man für sich selber wünscht.  


Ein besonders fruchtbarer Ansatz könnte in der "Dreigleiderung" der Gesellschaft nach Rudolf Steiner bestehen. Neben vielfältigen anderen Ansätzen soll diese Betrachtungseise als Schwerpunkt-Thema hier weiter verfolgt werden.

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